Station 1: Geschichte des Federsees

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Herzlich willkommen im Naturschutzgebiet Federsee. An der Stelle, an der du gerade stehst, wärst du vor 200 Jahren noch im Wasser gestanden. Das Seeufer reichte damals noch bis an den Rand von Bad Buchau und den umliegenden Gemeinden. Die damalige Seefläche war damals so groß wie 1.400 Fußballfelder. Von Bad Buchau nach Oggelshausen gab es sogar eine Fährverbindung.

Im ganzen Umland gab es damals kaum Flächen, auf denen Gemüse oder Getreide angebaut werden konnte. Zudem stellte das wassergesättigte Moor eine große Gefahr für die Anwohner dar. Somit kam es regelmäßig zu Streit zwischen den damaligen Geistlichen und der Stadt. Um neues Land zu gewinnen, wurde der See gesenkt. Hierzu wurde in den Jahren 1787 und 1788 der Kanzachabfluss vertieft. Dies senkte den See um 85 cm. 415 Hektar neues Land wurden gewonnen, was ebenso vielen Fußballfeldern entspricht.

Bei einer durch den Menschen künstlichen Absenkung des Seespiegels spricht man von einer Seefällung.




Nachdem die Kirche an Einfluss verloren hatte, verfolgte König Friedrich von Württemberg 1802 die Landgewinnung am Federsee weiter. 1808 wurde ein künstlicher Abfluss gegraben, der sogenannte Kanzachkanal. Dadurch sank der Seespiegel um weitere 1,15 m. Die neu gewonnenen Flächen waren feucht und konnten somit nicht wie erhofft bewirtschaftet werden. Somit konnte weder Korn noch Futter für die Kühe gewonnen werden. Meist gelang es nur einmal im Jahr, die Wiesen zu mähen. Da dieser Zeitpunkt im Winter lag, konnte man das nährstoffarme Gras nicht an die Tiere verfüttern. Man nutzte es als Einstreu für die Böden der Tierställe.

Diese 'Streuwiesenbewirtschaftung', die das einmalige Mähen (man spricht hier von Mahd)der Fläche im Winter vorsieht, wurde noch bis 1950 betrieben. Heutzutage werden Landwirte vom Naturschutzbund beauftragt, die Fläche schonend zu bewirtschaften .







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